Stille Tränen ist eine Multimediaausstellung der international gekrönten Fotografin, Belinda Mason, und den neu auftretenden Künstlern mit Behinderungen, Dieter Knierim, Margherita Coppolino und Denise Beckwith.

“Ohne Geschichten existiert eine Stille. Ohne unsere Geschichten zu erzählen sind wir stumm. Ohne unsere Geschichten hören zu lassen sind wir unsichtbar. Es ist noch schwerer, wenn die Geschichten schwer zu hören und unvorstellbar sind.

– Belinda Mason 2015.

1 Projekt Überblick

Stille Tränen fallen, wenn wir am einsamsten, verletzlichsten und verlorensten fühlen. Sie signalisieren einen Wendepunkt, um nach Hoffnung, Vereinigung und Kraft zu suchen. Die Kraft dieser Ausstellung liegt in den Geschichten, die von den weiblichen Teilnehmern mit Behinderung, die der Gewalt unterworfen wurden, und Frauen, deren Behinderung durch Gewalt entstanden ist, geteilt werden.

Der nationale australische Teil der Ausstellung hat 25 Teilnehmer, und der internationale Teil von Stillen Tränen, welcher 2017 fertiggestellt wird, beinhaltet die Geschichten 25 Frauen mit Behinderung von 5 Kontinenten und aus 20 Ländern, wie Neu Seeland, Indonesien, Guatemala, Mexiko, Ecuador, Kanada, Deutschland, Ghana, Mali, Pakistan, Samoa, den USA, Irland, England, Südafrika, Indien, Korea, Dänemark und den Niederlanden.

Sitille Tränen stellt Gewalt gegen Frauen auf globaler Ebene dar und versichert, dass die durchlebten Erfahrungen und Stimmen der Frauen mit Behinderung, die Gewalt erlebt haben, in Gesprächen bezüglich Gewalt gegen jeglichen Frauen mit eingebracht werden. Dadurch behält Stille Tränen die Definition der Vereinten Nation (UNO) von Gewalt gegen Frauen als jegliche Tat geschlechtsspezifischer Gewalt, bei, welche in physischem, sexuellem oder geistigem Missbrauch resultiert oder resultieren kann, einschließlich der Drohung solcher Taten, nötigender oder tyrannischer Entzug der Freiheit, ob im öffentlichen oder privaten Leben (UNO, Erklärung über die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, 1993, S.1)

Erzählungen sind ein wichtiger Bestandteil den Heilungsprozess anzufangen und wichtiger Teil von Strategien, die zur besseren Maßnahmen zum Verhindern von Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung darstellen. Stille Tränen bietet eine Plattform um die Erzählungen der Frauen zu zulassen und verstärken. Dadurch werden ihre Erfahrungen anerkannt und gibt ihnen die Möglichkeit, eine größere Gemeinde zu erreichen, um die Wahrnehmungskraft und das Bewusstsein der Probleme mit Gewalttaten gegen Frauen mit Behinderung zu verdeutlichen. Die Teilnehmer von Stille Tränen illustrieren die Vielseitigkeit an dem, was Behinderungen erzeugt und was Gewalttaten anregt, indem ihre Erfahrungen die Schnittpunkte von Kultur, Geschlecht und Identität demonstrieren.

Die Teilnehmer arbeiten zusammen als Protagonisten mit den drei Künstlern und erschaffen Werke, die auf den Geschichten der Frauen mit Behinderung, basieren. Diese Erfahrungen beinhalten unter anderem: psychologische, physische, emotionale, ökonomische und kulturelle Gewalt. Die geteilten Geschichten beinhalten: häusliche Gewalt, Zwangssterilisation, psychologische Traumata, weibliche Genitalverstümmlung, sowie Missachtung und sexueller Missbrauch innerhalb Einrichtungen oder von Familienmitgliedern. Das Publikum kann sich darauf einstellen, ein besseres Verständnis der Vielfalt von Gewalt, Diskriminierung und Überleben erleben.

Stille Tränen präsentiert eine Gelegenheit für Frauen mit Behinderung, ihre Erfahrungen mit Gewalt unumstritten zu teilen. Dieser nicht hinterfragte Ansatz ist einzigartig, da meist die Beweislast Indizien der Opfer verlangt, um diesen jegliche Form der Unterstützung zu bieten, was eine Schranke darstellt, richtige Unterstützung zu bekommen.

  1. Künstlerische Vorstellungen

Der Gewalt ausgesetzt zu werden, kann die Situation für Angreifer, Opfer und Publikum normalisieren. Stille Tränen beinhaltet durch den amtlichen Ansatz absichtlich einen durchgängigen Druck. Jede Frau wurde von jedem der drei Fotografen fotografiert. Die Zuschauer bekommen erst die schwarz weiß Foto-Dokumentation von Denise, welche das alltägliche Leben der Frauen illustriert, zu sehen. Sie werden zu Hause, mit der Familie oder Freunden gezeigt, in Szenarien, die uns allen bekannt sind. Neben jedem Bild kann eine individuelle Geschichte gelesen werden. Während der Zuschauer dies tut, werden gespenstische Wassergeräusche und Glockentöne gespielt.

Im zweiten Teil der Ausstellung, fährt der Zuschauer mit den Werken von Belinda fort, welche den Fokus auf den Moment, an dem die stillen Tränen fallen, setzt. Dies sind eher innere Portraits als äußere. Die Fotos sind als große ausgesetzte Bilder produziert, welche den Moment einfrieren und so den Zuschauer drin einfangen. Das transparente Material, auf dem die Bilder gedruckt wurden, reflektiert die unsichtbare, dennoch sichtbare Natur der Gewalt gegen Frauen. Während der Zuschauer an den Kunstwerken vorbeigeht, kann er die jeweiligen Frauen die Worte sagen, die zuvor gelesen werden konnten.

In der Mehrschirmvideomontage, welche von Künstler Dieter stammt, werden die Portraits zum Leben erweckt und der Zuschauer kann alle Frauen gleichzeitig sich bewegen und reden sehen und hören, während weiterhin die Wasser- und Glockentöne erklingen. Dies ist wichtig da, würden die Frauen stumm bleiben, sie ohne Stimme verbleiben würden. Würden ihre Geschichten nicht erhört werden, sind sie unsichtbar. Es ist für die, die zuhören, schwer, vor allem wenn die Geschichten schwer mitzuhören und schwer vorstellbar sind.

Film und Fotografie haben eine gut angesehene Rolle darin, die Notlage der stillen Opfer in Fokus zu setzen, und somit eine kraftvolle Möglichkeit für Verständnis und Handeln schöpfen. Zeuge dieser Realitäten der Frauen zu sein, sollte unangenehm und schwierig für das Publikum sein. Wenn Frauen mit Behinderung den Mut finden, über die erlebte Gewalt zu reden, fühlen sie sich oftmals vergessen oder aus Gesprächen ausgeschlossen. Stille Tränen gibt ihnen die Möglichkeit, genau das zu sagen, was sie fühlen.

Stille Tränen hat viele Nerven getroffen, und Unterstützung für die Zuschauer, Teilnehmer und Künstler wurde bereitgestellt. Die Bilder, die wir kreiert haben, werden in der Gemeinde gezeigt, in der die Teilnehmer leben, wodurch ein Licht in den dunklen Ecken entfacht wird, wo viele kein Licht sehen möchten. Die Bilder zeigen keine Gewalt, und dies brauchen sie auch nicht. Stattdessen fesseln sie mit einer bekannten Vertrautheit, bevor die versteckte Wahrheit aufgedeckt wird.

Es ist wichtig, die Stille des Themas Gewalt gegen Leute mit Behinderung zu brechen, vor allem von Gewalt gegen Frauen mit Behinderung, da die Stille die Naivität verschärft. Es wäre naiv zu denken, dass keine Gewalt gegen Leute mit Behinderung existiert und noch naiver zu denken, dass sie Gewalt nicht erschafft.

Stille Tränen kreiert die Möglichkeit für die Gewalt, die Frauen mit Behinderung erfahren, anerkannt wird, und eine Brücke für Leute erschafft, die die Reise der Realisation beginnen, dass Gewalt Behinderung herbeirufen kann. Stille Tränen vereint alle Frauen, die der Gewalt unterworfen wurden und realisieren, dass sie durch die Erfahrung nicht isoliert sind.

Stille Tränen erreicht und bindet Leute, die als: einheimisch, ethnisch oder sprachlich verschieden, Leute mit Behinderung, lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intersexuellen und queren Leuten, jugendlichen und älteren Leuten, identifizieren, mit ein. Die Ausstellung bietet eine Anlaufstelle für Diskussions-, Bildungs- und Bewusstseinssteigerung – und bildet somit den Antrieb für eine soziale Veränderung

  1. Inhalt der Ausstellung

Gegründet vom australischen Gremium für Kunst, und von Kon Gouriotis OAM betreut, Stille Tränen wurde 2015 auf dem Ballarat Internationalem Foto Festival von Sue Salthouse von dem Beirat der Ministerpräsidenten um die Gewalt gegen Frauen zu mindern, gestartet. Im März 2016, hat Stille Tränen gemeinsam eine parallel Veranstaltung mit der australischen Regierung ausgerichtet, sowie mit der australischen Kommission für Menschenrechte und CBM International als Teil der 60. Sitzung der UNO Kommission vom Status der Frauen in New York, USA. Im April 2016, präsentierten die Künstler Belinda und Denise mit CBM bei der UNO in Genf um mit dem 10. Jahrestag der Entstehung der Tagung von Rechten von Leuten mit Behinderung, übereinzustimmen. Im April 2016, wurde die Ausstellung an der Sydney Universität Law Library ausgestellt, und von dem Gremium der Sydney Ideen Diskussion begleitet. Im Oktober 2016, wurde Stille Tränen beim Berlin Fotografie Biennale gezeigt. Von November 2016 – Januar 2017, wurde die Ausstellung bei der MAMA in Australien, gezeigt. Im Juli 2017, sollen ausgewählte Werke beim Wiener Biennale gezeigt werden.

Die Ausstellung Stille Tränen benötigt lediglich einen Platz von 225m2 und das folgende Zubehör :

  • 25 Laserdrucke Duro Clear 100cm x 67cm auf Plexiglas
  • 25 eingerahmte 20’ x 24’ schwarz weiß Foto-Dokumentationen
  • Eine Videoeinrichtung mit 25 iPads
  • Klanglandschaft
  • Online App für Leute mit sensorischen, kognitiven und lernenden Einschränkungen

 

  1. Unterstützer und Sponsoren

Belinda und Denise haben ebenfalls bei der Globalen Australischen Gesundheitskonferenz der Medizinstudenten im Jahr 2016, der Nationalen Aktiven Kunst Konferenz, ebenfalls 2016, der Internationalen Kunst und Gesundheitskonferenz in der Kunstgalerie von NSW, Australien und der Jejer Wadon Konferenz in Solo, Indonesien, gesprochen. 2017 haben sie bei dem Nationalen Australischen Gipfel für Behinderung vorgetragen.

In Unterstützung von Stillen Tränen haben die folgenden Schlüsselfiguren in den Bereichen von Geschlecht und Behinderung Inhalt zur Ergänzung der Geschichten der Teilnehmer bereitgestellt, welche die verschiedenen und überschneidenden Formen von Gewalt, die gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung geht, detailliert unterstreicht.

  • Rosie Batty, 2015 Australier des Jahres, Luke Batty Foundation
  • Megan Mitchell, Nationale Kommissar der Kinder, Australische Kommission der Menschenrechte
  • Hon Senator Michaela Cash, Ministerin für Frauen, Australische Föderalregierung
  • Natasha Stott Despoja, UNO Botschafter für Frauen und Mädchen
  • Matthew Bowden, Co-Geschäftsführer von Leuten mit Behinderung in Australien
  • Carolyn Frohmader, Geschäftsführer von Frauen mit Behinderung in Australien
  • Dr Elizabeth Anne Riley, (PhD, MACouns, BSc)
  • Susan Salthouse, Mitglied des COAG Beirats zur Minderung von Gewalt an Frauen
  • Josephine Cashman, Mitglied des einheimischen Beirats der Ministerpräsidenten
  • Leanne Miller, Exekutivdirektor , Koorie Frauen wollen Geschäfte GmbH
  • Lana Sandas, Geschäftsführer, WIPAN
  • Morgan Carpenter, Co-Vorsitzender der nationalen Intersex Organisation Oll Australien
  • Ross Coulthart, Walkley Award gewinnender erforschender Journalist & 60 Minuten Reporter
  • Dr Jan Hammill, Zentrum für klinische Forschung Queensland Universität
  • Dr Di Winkler, Geschäftsführer der Sommer Stiftung
  • Bruce Esplin, AM
  • Marie-Rose Paterson, registrierter Psychologe
  • Graeme Innes AM
  • Cate McGregor AM
  • Kate Swaffer, Vorsitzende, Geschäftsführende, Mitgründerin der internationalen Allianz für Demenz
  • Tara Moss, Autor, Befürworter für Menschenrechte und Aktivist gegen Cybermobbing
  1. Jetzige Medien:
  • November 2016 – ABC Radio Interview
  • November Prime Fernsehen
  • April 2016- OII Australie
  • April 2016 – Es Schaffen, UNO Kommittee zu den Rechten von Leuten mit Behinderung
  • April 2016 – Vereinte Nationen, Genf, Schweiz
  • April 2016 – Sound Cloud Sydney Ideen, Sydney Universität
  • April 2016 – Sydney Morning Herald – Titelstory
  • April 2016 – Sydney Ideen, Sydney Universität
  • März 2016 – Globale Behinderungsuhr
  • März 2016 – Berichtsnetzwerk der Vereinten Nationen von Frauen
  • März 2016 – Vereinte Nationen Medien
  • März 2016 – CBM International
  • März 2016 – Die Geschlechteragentur
  • März 2016 -Offizielle Nebengeschehen der 60sten UNO Kommission vom Status der Frauen, New York
  • März 2016 – Globale Behinderungsuhr
  • März 2016 – Australian Women Online
  • November 2015 – The National Librar Australien
  • September 2015 – Vicdeaf
  • August 2015 – Arts Hub
  • August 2015 – The Guardian
  • August 2015 The Broadsheet
  • August 2015 – BETE Magazine
  • August 2015 – Australische Kommission der Menschenrechte
  • August 2015 – Photojournalism Now
  • August 2015 – Ballarat International Foto Biennale
  • August 2015 – Radio 3CR
  • Juli 2015 – Capture Magazine
  1. Sicherung 

Die Künstler Belinda Mason, Dieter Knierim, Denise Beckwith und Margherita Coppolino haben gemeinsam die Fähigkeit bewiesen, passende, hochqualitative, gebündelte Veranstaltungen für nationale und internationale Zuschauer, durch die folgenden Projekte, zu erschaffen:

  • Unfinished Business, 2013 – 2017, ist eine Ausstellung, die die Geschichten von einheimischen Australiern mit Behinderung zeigt. Im September 2013, wurde die Ausstellung im Palais des Nations in Genf von Kassym-Jomart Tokayev, dem Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen (UNO) in Genf, und Peter Woolcott, Australiens Botschafter der UNO in Genf, gestartet, um mit der 24. Sitzung des Komitees für die Rechte von Leuten mit Behinderung übereinzustimmen, welches ein Körper des Büros für Hochkommissare für Menschenrechte ist. Im Dezember 2013, wurde die Ausstellung im Hauptquartier der Welt Gesundheitsorganisation in Genf gezeigt. 2014 war sie Teil von dem offiziellen Beitrag Australiens Regierung für die UNO Weltkonferenz der Einheimischen 2014 in New York. Dieses Projekt wurde von der Abteilung für Außenpolitik und -handel der australischen Regierung gegründet (DFAT).
  • Outing Disability, 2014 – 2016, ein Projekt, dass die vielen Diskriminierungen, die von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intersexuellen und queren Leute mit Behinderung, erfahren wurden, darstellt. Gegründet von der Familienplanung in NSW, befindet sich dieses Projekt momentan auf einer nationalen Tour und wurde bei der Sydney Mardi Gras (2014), dem Internationalen Feiertag für Leute mit Behinderung (2015) und beim MidSumma Festival (2016).
  • Intimate Encounters, 2001 – 2014, war eine Ausstellung, die die Vielseitigkeit an Erfahrungen von Leuten mit Behinderung erforscht. Die Ausstellung tourte die 32 großstädtischen und regionalen Stadthallen durch Australien und neun internationale Städte, wie Auckland, Barcelona, London, New York und Toronto. Dieses Projekt wurde von den Organisationen der Australischen Staat- und Bürgerregierung, wie der Zugängliche Kunst NSW und Visionen von Australien.